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Berufs­unfähig­keitsversicherung: Warum die Wahl der Überschussverwendung mehrere zehntausend Euro Unterschied machen kann


Die Berufs­unfähig­keitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Schließlich sichert sie das eigene Einkommen ab, wenn der bisherige Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann.  Als Ver­sicherungs­makler in Freinsheim beraten wir regelmäßig Kunden aus der gesamten Pfalz zu den Möglichkeiten einer modernen Berufs­unfähig­keitsversicherung.

 

 

Bei der Auswahl einer BU-Versicherung achten viele Menschen vor allem auf zwei Punkte:

  • Wie hoch ist die abgesicherte Monatsrente?
  • Wie hoch ist der monatliche Beitrag?

Doch es gibt einen weiteren Aspekt, der häufig übersehen wird und langfristig einen erheblichen finanziellen Unterschied machen kann: die Überschussverwendung.

In unserer täglichen Beratung erleben wir regelmäßig, dass Kunden von diesen Möglichkeiten noch nie gehört haben. Besonders bei Akademikern, Fachkräften, Unternehmern und Angestellten aus der Region rund um Bad Dürkheim, Grünstadt und Neustadt beobachten wir, dass die Überschussverwendung häufig nicht ausreichend beachtet wird.

Dabei kann die richtige Wahl der Überschussverwendung dazu führen, dass am Ende der Vertragslaufzeit zusätzlich ein attraktives Kapital zur Verfügung steht.

 

Was sind Überschüsse in der Berufs­unfähig­keitsversicherung?

Versicherer kalkulieren ihre Beiträge vorsichtig. Entwickeln sich beispielsweise die Leistungsfälle günstiger als erwartet oder erzielt das Unternehmen zusätzliche Erträge, entstehen sogenannte Überschüsse.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass ein Großteil dieser Überschüsse an die Versicherten zurückgegeben werden muss.

Die entscheidende Frage lautet dann:

Wie sollen diese Überschüsse verwendet werden?

Hier unterscheiden sich die möglichen Varianten erheblich.

Die klassische Lösung: Sofortverrechnung

Die häufigste Variante ist die sogenannte Sofortverrechnung.

Dabei werden die Überschüsse direkt mit dem Versicherungsbeitrag verrechnet. Für den Kunden bedeutet das:

  • geringerer monatlicher Zahlbeitrag
  • sofortige finanzielle Entlastung
  • einfache und transparente Lösung

Deshalb werden viele Berufs­unfähig­keitsversicherungen standardmäßig mit dieser Überschussverwendung angeboten.

Beispielsweise kann ein Tarif einen Bruttobeitrag von 125 Euro haben. Durch die Sofortverrechnung reduziert sich der tatsächlich zu zahlende Beitrag möglicherweise auf rund 98 Euro monatlich.

Auf den ersten Blick wirkt diese Lösung oft attraktiv, da die laufenden Kosten niedriger erscheinen.

Die oft unbekannte Alternative: Fondsansammlung

Weniger bekannt ist die Möglichkeit der Fondsansammlung.

Hier werden die Überschüsse nicht zur Beitragsreduzierung eingesetzt, sondern in ausgewählte Investmentfonds oder Fondsportfolios investiert.

Der Versicherungsbeitrag bleibt dadurch höher als bei der Sofortverrechnung. Gleichzeitig entsteht jedoch die Chance auf einen zusätzlichen Vermögensaufbau innerhalb des Vertrages.

Bleibt die versicherte Person bis zum Vertragsende gesund und muss keine Leistungen aus der Berufs­unfähig­keitsversicherung in Anspruch nehmen, kann daraus ein beachtliches Kapital entstehen.

Je nach Eintrittsalter, Laufzeit und Fondsentwicklung können am Vertragsende mehrere zehntausend Euro zusätzlich zur Verfügung stehen.

Beispiel aus der Praxis

Nehmen wir einen 30-jährigen Angestellten, der eine Berufs­unfähig­keitsrente von 1.500 Euro monatlich absichern möchte.

Bei einer klassischen Sofortverrechnung profitiert er zunächst von einem niedrigeren monatlichen Beitrag.

Wählt er stattdessen die Fondsansammlung, bleiben die Überschüsse im Vertrag und werden investiert.

Bei einer langfristig positiven Fondsentwicklung kann dadurch ein zusätzliches Guthaben aufgebaut werden, das zum Vertragsende ausgezahlt wird.

Gerade bei langen Vertragslaufzeiten von 30 oder 35 Jahren lassen sich dadurch erhebliche Unterschiede erzielen.

Der steuerliche Vorteil

Besonders interessant ist ein Punkt, der selbst vielen Versicherten nicht bekannt ist.

Unter den jeweiligen tariflichen Voraussetzungen kann die Auszahlung aus der Überschussverwendung steuerlich deutlich günstiger ausfallen als bei einer separaten Geldanlage.

Dadurch kann der tatsächliche finanzielle Vorteil für den Kunden noch größer werden.

Gerade bei langfristigen Verträgen sollte dieser Aspekt bei einer professionellen BU-Beratung unbedingt berücksichtigt werden.

Was passiert bei einer Berufs­unfähig­keit?

Viele Kunden stellen verständlicherweise die Frage:

"Was passiert mit dem angesparten Guthaben, wenn ich tatsächlich berufsunfähig werde?"

Die Antwort ist einfach.

Tritt während der Laufzeit eine Berufs­unfähig­keit ein, übernimmt der Versicherer im Regelfall die weiteren Beiträge.

Da keine neuen Überschüsse mehr erwirtschaftet werden, wächst das angesammelte Kapital nicht mehr in dem Umfang weiter wie ursprünglich geplant.

Der eigentliche Zweck der Versicherung bleibt jedoch vollständig erhalten:

Die vereinbarte Berufs­unfähig­keitsrente wird gezahlt und sichert das laufende Einkommen ab.

Welche Variante ist die bessere?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Die richtige Lösung hängt immer von den persönlichen Zielen ab.

Eine Sofortverrechnung kann sinnvoll sein, wenn:

  • ein niedriger Monatsbeitrag wichtig ist
  • das verfügbare Budget begrenzt ist
  • der Fokus ausschließlich auf dem Versicherungsschutz liegt

Eine Fondsansammlung kann interessant sein, wenn:

  • langfristiger Vermögensaufbau gewünscht wird
  • ausreichend finanzieller Spielraum vorhanden ist
  • die Vorteile innerhalb des Vertrages genutzt werden sollen

In vielen Fällen lohnt es sich, beide Varianten gegenüberzustellen und die langfristigen Auswirkungen zu ver­gleichen. Jetzt unverbindliche Beratung anfragen. 

Unser Fazit zur Überschussverwendung in der Berufs­unfähig­keitsversicherung

Die Berufs­unfähig­keitsversicherung dient in erster Linie dazu, Ihre Arbeitskraft und Ihr Einkommen abzusichern.

Darüber hinaus bieten einige Tarifvarianten jedoch interessante Möglichkeiten, die vielen Versicherten unbekannt sind.

Die Wahl der Überschussverwendung kann langfristig einen deutlichen finanziellen Unterschied ausmachen. Deshalb sollte sie nicht einfach der Standardeinstellung überlassen werden.

Eine hochwertige BU-Beratung betrachtet nicht nur den Beitrag und die Versicherungsbedingungen, sondern auch die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des Vertrages. Berufs­unfähig­keitsversicherung in der Pfalz

Wer die Vor- und Nachteile kennt, kann eine fundierte Entscheidung treffen und seine Berufs­unfähig­keitsversicherung optimal an die eigenen Ziele anpassen.

 

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